Adventszeit mit Kindern bewusst gestalten



Advent, Advent, ein Lichtlein brennt…

Mit Kleinkindern die Adventszeit zu erleben ist besonders wertvoll. Zusammen kochen und backen, heißen Kakao trinken, während draußen der Schnee in kleinen Flocken vom Himmel fällt. Mit Kindern werden diese Sinneserlebnisse ganz anders wahrgenommen. Neue Rituale werden eingeführt und Traditionen entstehen. Die Adventszeit ist eine ganz besondere Zeit im Leben des Kindes. Doch nicht nur Süssigkeiten und Geschenke sollten in dieser Zeit im Fokus stehen. Wir versuchen in dieser Zeit bewusst auch auf Natürlichkeit zu setzen.


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Weihnachtsdekoration selber basteln

Weihnachten erhält erst richtig Glanz, wenn die Wohnung passend dekoriert ist. Das Wetter ist trüb, klirrende Kälte zieht durch jeden Winkel. Warum also nicht einfach die gesamte Familie am Tisch versammeln und die Weihnachtsdekoration selbst basteln? Meint es Petrus nicht gut, gibt es viele Möglichkeiten drinnen tätig zu werden. Die Natur bietet dafür alles, was benötigt wird. Vom Tannenzapfen bis zur Buchen-Nüssli lässt sich alles verarbeiten, was die Kleinen auf Spaziergängen aufgesammelt haben. Ein Adventskranz lässt sich schnell und einfach binden. Die Kinder können dabei aktiv mithelfen und gestalten. Wenn sie dann noch die Kerzen alleine anzünden dürfen werden die kleinen Augen zu strahlen beginnen. Auch Strohsterne, Fensterbilder und Baumschmuck lassen sich in wenigen Arbeitsschritten herstellen. Viel braucht es dafür nicht, die Kinder freuen sich aber ungemein, wenn sie ihre eigenen Kreationen beim Dekorieren anbringen können. Gemeinsames Basteln sollte unbedingt auf der To-do-Liste der Vorweihnachtszeit stehen. Es verbindet die gesamte Familie und lässt ganz besondere, persönliche Geschenke entstehen. So lernen bereits Kleinkinder, dass Materielles nicht teuer sein muss. Über die selbstgebastelte Weihnachtskarte freuen sich die Großeltern genauso sehr, wie über ein gekauftes Geschenk. Von Herzen verschenkt erleben sie die Freude des Schenkens äußerst intensiv und erfreuen sich an den Reaktionen der Beschenkten. Ein großartiges Gefühl!




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In der Weihnachtsbäckerei

Der süße Duft frischgebackener Güetzi durchströmt das Haus. Jeder kennt diesen vertrauten Geruch und verbindet ihn sogleich mit einem besinnlichen Weihnachtsfest. Ob Lebkuchen, Mürbeteigplätzchen oder Vanillekipferl – leichter lassen sich Kinder gar nicht für die Küche begeistern. Schürze um und Rührstab in die Hand, schon können die kleinen Meisterbäcker ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Teig kneten, Schüsseln auslecken und mit Förmchen die Plätzchen ausstechen. Bereits kleine Kinder können hierbei wunderbar mithelfen. Mit verschiedenen Streuseln, Zuckergüssen und Schokoglasuren können sie eigene Kreationen erstellen und sich ausprobieren. So macht das Naschen gleich viel mehr Spaß.

 

Gemeinschaftliches Kochen und Backen eignet sich hervorragend, um Kleinkinder in die weihnachtlichen Vorbereitungen mit einzubeziehen und ihnen Traditionen näher zu bringen. Rituale festigen sich und werden von Generation zu Generation weitergetragen. Nichts verbindet mehr als gemeinsam zubereitete Mahlzeiten, die an festlich gedeckten Tafeln, mit der gesamten Familie, eingenommen werden.

 



Samichlaus (St. Nikolaus)

Am 6. Dezember steigt die Aufregung der Kinder zum ersten Mal ins Unermessliche. Wie wild werden die Lieder und Verse geübt, denn am Abend wird der Samichlaus besucht. Und das begehrte Säcklein mit Nüssen und Süssigkeiten erhalten diejenigen Kinder, die ein Vers vorsagen oder ein Lied vorsingen können.

Ob es heute wohl klappt? Denn letztes Jahr war die Schüchternheit noch zu gross zum Überwinden. Zum Glück ist der Samichlaus barmherzig, so dass auch Kleinkinder ohne Vers oder Lied etwas erhalten.

Als Mutter, die auf eine gesunde Ernährung achtet, ist der 6. Dezember der Auftakt des Kampfes gegen den Zucker. St. Nikolaus, Geburtstagsfest, Adventskalender und Weihanchten. Wohin man im Dezember geht, es gibt Güetzi, Schokolade und andere Süssigkeiten im Überfluss, was nicht alle Mütter schätzen.

Und im Ursprung war der Jahrestag des heiligen St. Nikolaus nicht als Zucker-Bescherung gedacht, sondern ein Gedenktag an einen Mann, der den armen und verwaisten Kindern mit Früchten und Nüssen eine (gesunde) Freude gemacht hat. Im Kern ist dies also durchaus ein Vorbild und eine Tradition, die es bewusst zu wahren gilt.

 



Die Stille der Natur genießen

Die kalte Jahreszeit tut mir immer wieder gut. Die Welt ruht und hält Winterschlaf. Das merkt sowohl die Natur wie auch die Tiere. Auch der Mensch spürt es und darf sich dies zu Herzen nehmen und zur Ruhe kommen.

 

Besonders spannend ist es für Kinder die Winterlandschaft zu entdecken. Über verschneite Waldböden wandern, während die Äste oder der Schnee unter den Füßen knirschen und knacken. Die Ruhe genießen und die Spuren der Tiere im Schnee entdecken. Die Landschaft hält einige Überraschungen bereit, die nur darauf warten, von Kindern erkundet zu werden. Doch auch eine ausgiebige Schlittenfahrt oder eine Schneeballschlacht gehören unbedingt dazu.

Der Winter eignet sich durchaus auch, die Tage draußen zu verbringen. Rote Nasen und kalte Hände dürfen in der Vorweihnachtszeit nicht fehlen.

Anschließend gehören die Kinder in dicke Decken eingekuschelt, mit Kakao und Plätzchen auf das Sofa, ihnen z.B. die Weihnachtsgeschichte vorgelesen wird. Solche gemütliche Erlebnisse bleiben im Gedächtnis, daran werden die Kinder später gerne zurückdenken.



Der Tag der Bescherung

Es wurde gebastelt, dekoriert, gebacken und die Natur bewundert. Nun ist es endlich soweit, der große Tag der Bescherung ist gekommen. Wie genau dieser abläuft, ist verschieden, doch eins ist sicher: es wird Geschenke geben. Nebst der wundersamen Geschichte von der Geburt Jesus gehört auch das Schenken zu Weihnachten.

Unsere Familie setzt dabei mehr auf Natürlichkeit, als auf Konsum. Unsere Kinder dürfen sich jedes Jahr für Weihnachten ein Geschenk wünschen. Dieses dürfen sie mit ihrem Götti / Paten oder ihrem Gotti / Patin vor Weihnacht einkaufen gehen. Manchmal ist es etwas Grösseres, für das alle Schenkenden beigetragen haben, wie z.B. ein Velo oder ein Scooter. In dem Fall erhalten die Kinder noch etwas Kleines zum Auspacken, z.B. ein Bilderbuch oder eine Hörspiel CD.

Wir erleben dabei immer wieder, dass sich die Freude an ihrem Geschenk lange hält und sie wirklich dankbar sind. Diese Tradition beinhaltet, dass sich die Kinder echte Gedanken zu ihrem Geschenk machen müssen. Sie werden nicht einfach überhäuft, sondern entscheiden sich bewusst für etwas, auf das sie dann plangen müssen, nach dem sie sich sehnen. Entsprechend hat es für sie einen grossen Wert.



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Weihnachten ist für manche Kinder der Höhepunkt des Advents und wird das gesamte Jahr über sehnlichst herbeigewünscht. Daher sind an diesem Tag Bräuche besonders wichtig. Wie dieser Tag gestaltet wird, wird sich ewig in das Gedächtnis der Kinder brennen.

An die Geschenke wird man sich Jahre danach nicht mehr erinnern, die Harmonie und die Festlichkeiten bleiben dagegen unvergessen. Mit Mama das Festmahl richten, mit Papa zusammen die Geschenke unter dem Weihnachtsbaum aufbauen, mit Oma und Opa Geschichten vorlesen...  das lässt diesen Tag bedeutungsvoll werden. Die Familie steht im Mittelpunkt. Wer sich das vor Augen führt, wird gemeinsam mit seinen Kindern unvergessliche Tage erleben.




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Liebe Grüsse,

Marlise Zweifel





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