Sinnvoll schenken



Steht wieder einmal Weihnachten vor der Tür oder sind Sie zu einem Kindergeburtstag eingeladen? Ein Geschenk muss her, obwohl das Kinderzimmer ohnehin bis unter die Decke vollgestopft ist? Wenn die zu bescherenden Kleinen schon Spielsachen im Überfluss besitzen, kann man sich als Verwandter der Familie schnell unbeliebt machen, wenn man mit dem hundertsten überdimensionalen Spiel zur Feier anrückt. Aber wie kann man sinnvoll schenken? Folgende Ideen können Eltern mit ratlosen Großeltern oder dem Paten / Götti /Gotti auf Facebook teilen, um zu zeigen, dass es gar nicht so schwer ist, Kindern auch mit immateriellen Dingen eine Freude zu machen. Denn in ihrem Alter ist eine natürliche Begeisterungsfähigkeit meist noch ungebrochen.


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Zuwendung heißt das Zauberwort

Ein Kind will gesehen und ernst genommen werden. Es genießt es, wenn man Zeit mit ihm verbringt und mit ihm spielt: Nehmen wir einmal an, es ist Winter und es hat geschneit. An St. Nikolaus oder zu Weihnachten kann man in diesem Fall z. B. einen Gutschein für ein gemeinsames Schneemannbauen verschenken. Dem Ganzen fügt man noch eine lustige Pudelmütze für das Schneemannkind hinzu. Selbstredend soll die beigelegte Kopfbedeckung dem Kind passen, wenn die Schneemänner einmal geschmolzen sein sollten. Natürlich wird es sich beim späteren Gebrauch der Mütze an die gemeinsam verbrachte Zeit erinnern. Somit haben Sie einen banalen Alltagsgegenstand als Geschenk enorm aufgewertet.




Gemeinsame Aktivitäten

Diese Form des Schenkens ist natürlich in jeder Jahreszeit möglich. So können kleine Geschenke bei einer Schatzsuche im Wald entdeckt werden. Unverwüstliche Gegenstände, denen Feuchtigkeit nichts anhaben können, sind bei dieser Aktivität die richtige Wahl. Sie können gut verpackte Leckereien, Schwimmflügel, Schwimmreifen, Poolnudeln für die kommenden Sommerferien verschenken oder bunte Regenschirme, Regenmäntel, Fußbälle etc.



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Gutscheine für einen schönen Tag

kommen immer gut an

Auch ein Zoobesuch oder Eintrittskarten für einen Erlebnispark stehen bei Kindern hoch im Kurs. Gutscheine für Ausflüge auf eine Ritterburg oder eine Segeltour können ebenfalls Begeisterung wecken. Die Eltern sind wiederum froh, wenn die Materialflut nach der Bescherung zur Weihnachtszeit oder am Geburtstag nicht weiter ausufert.

Auch ein Gutschein für eine Vorlesestunde kann in Verbindung mit einem schönen Kinderbuch Freude bereiten.

 



Selbstgemachtes ist sehr persönlich

und vor allem einzigartig

Eilige verwenden als Gutschein fertige Glückwunschkarten. Kreative machen sich selbst ans Werk. Brauchen Sie Inspiration? Auf YouTube finden Sie einige Anregungen. So können Sie z.B. den selbstgemachten Gutschein zusammenrollen und in eine hübsche Flasche stecken. Denn es ist allgemein bekannt, dass unsere Kleinen gerne ein Geschenk auspacken, weil sie gerne ihre Neugierde stillen wollen, was in dem Päckchen wohl verborgen ist.

Vielleicht ergibt sich später auch die Möglichkeit, diese kleine Flaschenpost mit einem von Ihrem Kind verfassten Brief auf die Reise zu schicken.



Auch ein modernes Kind tobt gerne

Wie oft wird beklagt, dass unser Nachwuchs heute stundenlang hinterm Computer hockt. Wir wissen allerdings genau, dass Bewegungsmangel ungesund ist. Daher sind Geschenke in Form von Computerspielen nicht wirklich die erste Wahl. Sie fördern Stress und Übergewicht und schaden daher der Gesundheit, auch der psychischen Gesundheit.

Es gibt aber unendlich viele Gaben, die den Kindern wieder den Weg zurück in die Natur weisen können, wenn sie attraktiv genug sind.

Hier eine Liste mit Ideen:

  • Rollschuhe
  • Inliner
  • Fahrräder
  • Roller
  • Hula Hoop Reifen
  • Slackline
  • Bälle aller Art
  • Federball
  • Tennisschläger und -bälle
  • Bogen-Spielzeugblaster mit Bolzen aus Schaumstoff, die nicht verletzen können
  • ferngesteuerte Schiffe
  • etc.

Diese Aktivitäten machen Spaß und schulen gleichzeitig die körperliche Geschicklichkeit. Außerdem kann sich Ihr Kind so spielerisch mit Gleichaltrigen in Beziehung setzen, wobei häufig Freundschaften entstehen.



Mit Geschenken die Natürlichkeit fördern

Urban gardening ist schon seit Jahren ein großer Hype. Aber finden unsere Kleinen das Gärtnern nicht eher "uncool"? Kommt darauf an. Möglicherweise erinnern Sie sich mit Schrecken an Ihre eigene Kindheit zurück, als man Sie zur Mithilfe im Garten verdonnerte. Früher war es aber auch selten üblich, dass man Kindern ein eigenes Beet schenkte, in dem sie schalten und walten konnten, wie sie wollten.

Kein Wunder, dass da das Gärtnern schnell eine lästige Pflicht wurde.

Wenn Kinder aber persönliche Gestaltungsmöglichkeiten haben, weil sie sich nicht von den Eltern fremdbestimmt fühlen, sieht das Ganze schon anders aus.

Sie haben keinen Garten? Ein Blumenkasten oder -topf auf Balkon oder Fensterbank verfehlen ihren Zweck auch nicht. Viele Kinder verfolgen mit Hingabe und Ausdauer Tag für Tag, ob der gesäte Samen bereits aufgegangen ist und wie sich die Pflanzen im Laufe der Zeit verändern. Auf diese Weise lernen sie den Kreislauf der Natur verstehen.

 



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Auch kleine Menschen wollen lernen, dass ihr Schaffen Folgen zeigt

Außerdem lernen unsere Kleinen so Verantwortung zu übernehmen und werden nach geraumer Zeit für ihre Mühe durch die Ernte belohnt.

Und eines ist gewiss: Selbstgezogene Erdbeeren oder Tomaten schmecken tausendmal besser als gekaufte.

In diesem Kontext eröffnen sich vielfältige Geschenkideen:

  • Sämereien
  • Gartenwerkzeuge, wie Hacke und Schaufel
  • schöne Pflanzen und Töpfe
  • inspirierende Gartenratgeber für Kinder


Minimalismus statt Materialismus

Die neue Minimalismusbewegung ist vor allem eines: Jung.

Es sind vor Allem Menschen unter vierzig, die realisieren, wie wenig der Mensch in Wirklichkeit braucht. Und es ist die Jugend weit unter zwanzig, die uns aufzeigt, dass wir nicht weiterleben können wie bisher. Das erleben wir europaweit auf den wöchentlichen Protestbewegungen "Fridays for future", auf denen vor allem Schüler den Ton angeben. Der Allgemeinheit wird immer bewusster, dass ein verantwortlicher Umgang mit unseren Ressourcen unabdingbar ist. Hoffen wir, dass diese Besinnung vor der Geschenk-Kultur nicht halt macht.

 



Zero Waste

Auch beim Schenken sollten wir auf Müllvermeidung achten. Die Zero-Waste-Bewegung ist längst in unserem Bewusstsein angekommen. Achten Sie daher bei der Geschenkverpackung auf abfallarme Alternativen.

In diesem Zusammenhang stellt sich ebenfalls die Frage, ob ein Geschenk unbedingt neu sein muss. In fast allen Städten lässt sich heute Vieles secondhand erwerben.

Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Zum einen verhält man sich umweltbewusst, wenn das uninteressant gewordene Spielzeug nicht gleich auf dem Müll landet. Zum anderen trennt man sich auch unbekümmerter von nicht mehr altersgerechten Spielsachen, wenn sie wieder an jüngere Zeitgenossen weitergegeben werden können. Im Kinderzimmer gibt es so wieder Platz für Neues. Außerdem spart man beim Erwerb eines gebrauchten Spielzeuges Geld, das man für größere Wünsche zurücklegen kann.

 

Allerdings sollte diese Art des Schenkens vorher unbedingt mit der Familie besprochen worden sein, sodass die gute Absicht des Schenkers nicht als Geiz fehlinterpretiert wird.



Upcycling setzt ungeahnte Kreativität frei

Auf unzähligen YouTube-Kanälen finden Sie zahlreiche Ideen, wie Sie aus ausgedienten Gegenständen wie Eierkartons, nicht recyclingfähigen Plastikflaschen, Großkartonagen, etc. Spielsachen für das Kleinkind selber herstellen können. Oft sind das Dinge, die auch im Spielwarenladen zu finden sind. Nur kommt bei den käuflichen Produkten im Vergleich zum Do-it-yourself-Geschenk oft unsinnig viel Plastik zum Einsatz.

Auch Puppenkleider lassen sich aus alten Hemden, Blusen, Pullovern oder Handtüchern herstellen. Wenn Sie die schadhaften Stellen wegschneiden, sieht man nicht, dass die so entstandenen Textilien für Teddybär und Co. soeben ein zweites Leben erblicken.

 

 

Zum Abschluss soll Folgendes festgehalten werden: Wer mit viel Fantasie verschenkt, geht als gutes Vorbild voran. Sicherlich wird das unseren Nachwuchs anregen, sich ähnlich kreativ betätigen zu wollen. Denn stumpfsinniger Konsum war gestern. In Zukunft wird Ideenreichtum im Hinblick auf den Klimawandel und die dennoch notwendige Mobilität immer wichtiger werden.

Schon Einstein erwähnte seinerzeit: "Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt."



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Hinterlassen Sie mir doch unten einen Kommentar und lassen Sie mich wissen, ob es Ihnen gefallen hat! Kommentare und Fragen sind herzlich willkommen.

Liebe Grüsse,

Marlise Zweifel





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